Online Desktops mit Cloud Computing und Desktop Integration
Gerade nach dem kuerzlich vorgestellten Gladinet Web Desktop System, war bei TecChannel von zwei weiteren aehnlichen Anwendungen zu lesen. Dabei nutzt die eine Anwendung ebenfalls Cloud Computing Ressourcen, die andere ermoeglicht die Integration von webbasierten Anwendungen in die Oberflaeche des eigenen Computers.
iCloud ist ein im April gestartetes webbasiertes Desktop System, das Online eine Reihe von Anwendungen und auch ein Datei System mit Speicher zur Verfuegung stellt. Gegenueber Gladinet ist hierzu keine Software erforderlich. Die Anwendung funktioniert wie die meisten Online Desktop Systeme einfach ueber ein Web Interface, nutzt jedoch Cloud Computing Ressoucen. Zu den Features gehoert ein uebliches Bundle an Anwendungen wie Office, Messaging und Networking, das unter Features vorgestellt wird. Programmierern steht auch eine Schnittstelle zur Entwicklung von Anwendungen zur Verfuegung.
Cloud Computing für den Privatanwender
Das andere System ist Prism, eine Entwicklung der vor allem durch den Firefox Browser bekannten Mozilla Foundation. Prism ist eine Software Anwendung, die webbasierte Anwendungen wie Email oder sonstige Dienste in die Oberflaeche des eigenen Computers integriert. Dadurch koennen die Anwendungen direkt ueber den eigenen Desktop gestartet werden ohne der Erfordernis eines Browsers. Dies spart Computer Ressourcen und ermoeglicht ein komfortableres Arbeiten.
Prism: Mini-Browser macht Webseiten zu Anwendungen
Hierzu ein kurzer Ueberblick und Ausblick zum Geschehen
Webbasierte Anwendungen, im Business Segment auch Application Service Provider oder Software as a Service, gelten bereits lange als die Zukunft des Computing und stehen an unterschiedlichen Stellen auch bereits seit laengerem zur Verfuegung (z.B. Webmail). Derartige Anwendungen haben eine Reihe von Vorteilen. Diese sind laufend aktuell ohne die Notwendigkeit eigener Updates, sie steigern die Mobilitaet, sparen Ressourcen und ermoeglichen auch komfortables Arbeiten mit schlanken, kostensparenden Computern (Netbooks, Sub-Notebooks).
Online Desktops sind eine noch junge Weiterentwicklung. Diese stellen eine interessante Alternative zu Programmen auf dem eigenen Computer dar, besonders hinsichtlich der Mobilitaet und Nutzung von Programmen und den Zugriff auf gespeicherte Dateien an mehreren Computern bzw. Orten. Jedoch sind diese noch etwas von ihrem Anspruch an den oftmals synonym verwendeten Begriff WebOS (Web Operating System) entfernt. Denn es koennen, zumeist, keine eigenen Programme installiert werden.
In diesem Kontext stellen Cloud Computing und PaaS, Platform as a Service, als neue technologische Entwicklungen, einen weiteren Schritt sowohl zur Nutzung von webbasierten Anwendungen als auch zur Installation eigener Programme dar. Aktuell ermoeglichen diese beiden oftmals kombinierten Technologien einerseits den effizienten Betrieb von Anwendungen (Cloud Services werden nicht pauschal sondern nach der tatsaechlichen Nutzung abgerechnet.) und bieten die Moeglichkeit zur effizienten Entwicklung neuer Anwendungen (PaaS Services sind komplette, gehostete Systeme zur effizienten Entwicklung und Betrieb von Anwendungen.).
Die Zukunft wird hier noch viel neues zeigen. So waere denkbar oder ist sogar zu erwarten das Cloud Computing Services und Plattformen, wie in der Entwicklung bereits oft und auch in Ansaetzen bei den oben vorgestellten Anwendungen zu beobachten, schliesslich auch dem Endnutzer zur Verfuegung stehen und dann auch die Installation eigener Programme im Web ermoeglichen werden. Interessant ist diese Entwicklung auch in anderer Hinsicht, der einhergehenden Entwicklung beim Mobilfunk und des Interaktiven Fernsehens. So werden aufwendige im Internet installierte Programme in Zukunft auch bequem ueber Mobiletelefone oder ein Fernsehgeraet und sonstige Endgeraete wie z.B. Digitale Kameras zu nutzen sein.
Verzeichnis Links: Online Desktops, WebOS – Cloud Computing – ASP, SaaS


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