Content Publishing Trends

Die Welt des Content Publishing ist und bleibt in Bewegung, getrieben vom sich laufend verändernden Konsumentenverhalten. Aktuelle Statistiken über den Konsum rein digitaler Inhalte belegen für die USA je nach Branche einen Anteil zwischen 34% (Publishing) und 47% (Entertainment). D.h. knapp die Hälfte bzw. ein Drittel beziehen Informationen nur noch in digitaler Form und verzichten auf Papier oder andere Trägermedien.

Dies bringt einen Anpassungszwang mit sich und erfordert einhergehend eine Anpassung der Geschäftsmodelle. Im traditionellen Publishing hat Werbung eine überragende Bedeutung bei der Finanzierung von Inhalten. Konträr zu der langjährig gewähnten sprichwörtlichen Kultur kostenloser Inhalte, beinhalten die Geschäftsmodelle digitaler Publishing Unternehmen demgegenüber oftmals eine Mischung aus Finanzierung über Werbung und bezahlter Inhalte, wobei Freemium (ein kostenloser Teil und weitere bezahlte Inhalte) das populärste Geschäftsmodell ist. Erstaunlicherweise, so die Studie von Bain & Company, sind die jüngeren Konsumenten eher bereit für Inhalte zu zahlen als ältere Gruppen: Growth of the native digital Experience.

Ein mit oben beschriebener Entwicklung einhergehendes und dem Social Media Trend entsprechendes aufstrebendes Geschäftsmodell im Publishing ist „Homeless Media“. Dieser Begriff umschreibt zum einen ein rein digitales Format und zudem den Verzicht auf eine zentrale Instanz in Form einer Homepage. Homeless Media ist also nicht nur rein digital sondern auch dezentral im Social Web verfügbar. Dieser Trend beruht einerseits auf dem Erfolg von Aggregatoren für Inhalte und zweitens auf der Förderung der grossen Internet Plattformen wie Facebook und Google, die Publishern Anwendungen und Tools zum Teilen von Inhalten und zugleich zur Monetarisierung bieten. Ein Beispiel für ein solches sehr erfolgreiches Unternehmen ist BuzzFeed. Doch etablierte Publisher profitieren von diesen Angeboten über speziell aufbereitete Inhalte um rein digital konsumierende Nutzer zu erreichen. Eine weitergehende Beschreibung dieses Trends und seiner Entwicklung gibt der Artikel The Rise of homeless Media wieder.

Und die Entwicklung rennt weiter. Denn schon die jüngeren Teenager zeigen ein abermals verändertes Nutzungsverhalten. Galten bislang Instagram und Snapchat als die Top-Anwendungen unter Teenagern, so weicht die jüngere Gruppe der 13-15 jährigen mit einer Präferenz für die Apps Instagram und KiK davon ab: Which Messaging Apps and Social Platforms do younger Teens us most frequently?.

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